Herzinsuffizienz

Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Unter anderem ist die Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz nach wie vor unbefriedigend. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Ursachen und Entstehung dieser schwerwiegenden Erkrankung nur unzureichend verstanden sind. Eine wichtige Rolle spielen β-Adrenozeptoren, die über heterotrimere G-Proteine unter anderem die Phosphorylierung (und damit Aktivität) verschiedener Zielproteine modulieren. Weiterhin unklar ist dabei z. B. die Rolle inhibitorischer G-Proteine im Allgemeinen und der verschiedenen G-Protein-Isoformen im Besonderen. Unsere Daten und die anderer Gruppen deuten darauf hin, dass ein Mangel Gαi2 die Entwicklung einer kardialen Dysfunktion verstärkt und/oder beschleunigt, während ein Mangel an Gαi3 dies verhindert oder zumindest verzögert, also protektiv wirkt.

Zielstrukturen, die unter anderem durch G-Proteine moduliert werden, sind spannungsregulierte Calciumkanäle. Diese sind ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung, mit Blick auf kardiovaskuläre, aber auch neurologische Erkrankungen. Wesentlich ist dabei die Untersuchung in der Zellkultur und in Mausmodellen bzw. daraus isolierten Kardiomyozyten.

Weitere Informationen erteilt Ihnen Priv.-Doz. Dr. Jan Matthes.

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