Therapeutisches Drug Monitoring

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Dienstleistungen
Sie sind hier: Startseite / Therapeutisches Drug Monitoring / Dienstleistungen

Dienstleistungen

Ziel des Therapeutischen Drug Monitoring ist es eine Therapie- beziehungsweise Dosierungsempfehlung für den behandelnden Arzt zu geben. Die Grundlage für diese Empfehlungen ist in aller Regel eine als Talspiegel durchgeführte Arzneimittelanalyse, die mit einem modell-basierten (simulierten) Zeit-Konzentrations-Verlauf einer Normalpopulation verglichen und angepasst wird. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis aller pharmakokinetischen Parameter (Resorptionskonstante, Verteilungsvolumen, Eliminationskonstante, Clearance, pharmakokinetisches Kompartiment-Modell), die zur Beurteilung des Konzentrationsverlaufs notwendig ist. Gleichfalls werden demografische Daten wie Körpergewicht, Alter und Geschlecht ebenso wie Komedikation und Grunderkrankung(-en) des Patienten benötigt, um eine schlüssige klinische-pharmakologische Beurteilung formulieren zu können. Grundsätzlich werden alle Befunde auch beurteilt (bei Notfällen beziehungsweise eiligen Befunden als Vorabbefunde kurzfristig weitergeleitet).

Unsere Abteilung ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Labor für Therapeutisches Drug Monitoring zur Individualisierung von Arzneimitteltherapien bei Früh-, Neugeborenen, Kindern und Erwachsenen mit den Schwerpunkten in folgenden Bereichen:

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) bedeutet Einstellen, Steuern und Überwachen von Wirkstoffkonzentrationen in Körperflüssigkeiten (Vollblut, Serum, Plasma, zelluläre Bestandteile des Bluts, Speichel, Liquor, Urin) zur Optimierung bzw. Minimierung der – durch eine Arzneimitteltherapie bedingten – therapeutischen und toxischen Effekte.

Die Messung der Arzneimittelkonzentration sollte unter Beachtung der Indikationen und unter folgenden den Voraussetzungen durchgeführt werden:

  • ungenügende Wirksamkeit
  • unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW)
  • Verdacht auf Intoxikation
  • Ermittlung der optimalen Dosierung bei prophylaktischer Gabe (Antiepileptika), oder bei antibiotischer/antimykotischer Therapie (Vermeidung zu geringer Konzentrationen)
  • bei Erkrankung der Eliminationsorgane (Leber, Niere)
  • bei Verdacht auf gestörter Bioverfügbarkeit
  • bei Verdacht auf mangelnde Compliance, Notwendigkeit der Überprüfung der regelmäßigen Einnahme (Adherence)
  • Arzneimittel mit enger therapeutischer Breite
  • Beurteilung des gewünschten therapeutischen Effektes
  • große intra- und interindividuelle Variation der Resorption und Elimination
     

Jedoch können auch in speziellen Situationen ein TDM von Arzneimitteln mit großer therapeutischer Breite – wie zum Beispiel Midazolam im Rahmen der Hirntod-Diagnostik – sinnvoll sein. Für folgende Arzneimittelgruppen oder Arzneimittel wird in unserem Labor ein Therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) empfohlen und angeboten:

Dauer der Analyse und verwendete Analytische Methoden

In vielen Fällen interferieren endogen gebildete Metabolite mit der Bestimmungsmethode und verfälschen so das Ergebnis. Dies ist häufig bei Verwendung von polyvalenten Antikörpern im Rahmen von Immunoassays der Fall. Daher werden in unserer Abteilung im Rahmen der Diagnostik entsprechend sensitive und spezifische Analysemethoden – wie HPLC und LC/MS – verwendet.

Von Eintreffen der Blutprobe bis zur Übermittlung des Befunds vergehen in aller Regel nicht mehr als maximal 48h. Bei eiligen Proben wird das Ergebnis normalerweise noch am Tag der Probeneinsendung mitgeteilt.

Klinisch pharmakologische Beurteilung